Textantrieb

Manuskript

Quellen: Vorreden

Das Leitwort beginnt mit diesem Satz: Diesen Seiten tut — um es mit Nietzsche und Wittgenstein auszudrücken — nicht nur ein Vorwort not, denn nur diejenigen, die selbst bereits etwas ähnliches erahnt haben, werden damit auch etwas anfangen können.

Diese Formulierung ist an Nietzsche angeleht, deren Vorrede zur zweiten Ausgabe der „fröhlichen Wissenschaft” mit diesem Satz anfängt:

Diesem Buche thut vielleicht nicht nur Eine Vorrede noth; und zuletzt bliebe immer noch der Zweifel bestehn, ob Jemand, ohne etwas Aehnliches erlebt zu haben, dem Erlebnisse dieses Buchs durch Vorreden näher gebracht werden kann.

Zitiert nach Friedrich Nietzsche: Sämtliche Werke. Kritische Studienausgabe in 15 Bänden. Deutscher Taschenbuch Verlag, Neuausgabe, München, 1999. Band 3. Die fröhliche Wissenschaft. Vorrede zur 2. Ausgabe. S. 343.

Hervorhebung von Erlebnisse durch Nietzsche (gesperrt im Original).

Auch Wittgensteins erster Satz im Vorwort des Traktatus drückt etwas bemerkenswert ähnliches aus:

Dieses Buch wird vielleicht nur der verstehen, der die Gedanken, die darin ausgedrückt sind — oder doch ähnliche Gedanken — schon selbst einmal gedacht hat.

Zitiert nach Ludwig Wittgensstein. Logisch-philosophische Abhandlung. Tractatus logico-philosophicus. Kritische Edition. Herausgegeben von Brian McGuinness und Joachim Schulte. Suhrkamp, Frankfurt, 1989. Vorwort, S. 2.